Arbeitsplätze gefährdet

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Oliver Nazareth, Nazareth Personal GmbH: „Es hilft niemandem, wenn die Arbeitsplätze wegfallen“

Ein neues Gesetz der Bundesregierung könnte viele Firmen in der Region in Bedrängnis bringen. Ende Oktober soll ein neues Arbeitnehmerüberlassungsgesetz verabschiedet werden, das den flexiblen Personaleinsatz erschwert und für viele Arbeitnehmer das Aus bedeuten könnte. Arbeitnehmer dürfen künftig nur noch für eine bestimmte Dauer als Zeitarbeitnehmer in den Einsatzfirmen tätig sein. Wichtige Vertretungsfälle wie Erziehungs- und Pflegezeiten müssen dann mit mehreren Personen besetzt werden. Zusätzlich müssen die Arbeitgeber viele neue Bedingungen erfüllen, wenn sie jemanden beschäftigen wollen. Es drohen hohe Strafen und sogar der Entzug der Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis, wenn man einige dieser Bedingungen übersieht.

Oliver Nazareth, auch Landesbeauftragter des Interessenverbands Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) für Schleswig Holstein, fürchtet den Verlust vieler Arbeitsplätze. „Die Politik will Arbeitnehmer schützen, gefährdet in Wahrheit aber ihre Arbeitsplätze. Wem soll das helfen? Gerade für Menschen, die es am Arbeitsmarkt schwer haben, ist die Zeitarbeit eine große Hilfe.“ Nazareth sorgt sich auch um die Integration von Flüchtlingen. „Alle Parteien betonen, wie wichtig es ist, Flüchtlinge in Lohn und Arbeit zu bringen. Am Anfang ist dies häufig schwer. Nicht alle Menschen bringen ausreichende Qualifikationen mit. Die Zeitarbeit bietet hier hervorragende Möglichkeiten. Warum legt man uns jetzt Steine in den Weg?“

Viele Menschen ohne Berufsausbildung oder mit nur geringer Qualifikation finden über die Zeitarbeit einen Weg ins Berufsleben. Etwa die Hälfte der Beschäftigten üben „Helfertätigkeiten“ aus, rund 16 Prozent verfügen über keine Berufsausbildung. „Die Zeitarbeit ist für sie ein Weg, Berufserfahrung zu sammeln und sich weiterzubilden“, betont Nazareth.

Außerdem könnten künftig die wechselnden Bedarfe vieler Firmen bei Aufträgen nicht mehr angepasst werden. Beim Personalaufbau tun sich viele Inhaber schwer, da langfristige Konjunkturprognosen nicht mehr getroffen werden können, so Nazareth. Gerade hier in der Region ist man auf die Personaldienstleister angewiesen.

Das Gesetz wird derzeit im Bundestag beraten. Nazareth hofft, dass sich noch Kompromisse finden lassen. „Wir sind immer bereit, Verbesserungen für unsere Arbeitnehmer, für die wir verantwortlich sind, zu beschließen. Wir müssen aber Regelungen verhindern, die Unternehmen und Arbeitsplätze gefährden.“

igz

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